Denkmalschutz

Heinrich-Bott-Straße 1

Das 1939 errichtete Gebäude Heinrich-Bott-Straße 1 ist Teil einer schwierigen Geschichte. Es stammt aus der Zeit des Nationalsozialismus und diente als Polizeiwache mit angegliedertem Gefängnis. Der heutige Umgang mit dem Gebäude erfolgt unter Berücksichtigung seiner historischen Einordnung.Das Haus gehört zu den wenigen erhaltenen Bauten dieser Epoche in Hanau. Die steinerne Fassade mit den Einfassungen aus Sandstein und die markante Freitreppe orientieren sich
an älteren Nachbarbauten. Hier befindet sich heute die Verwaltung der Baugesellschaft Hanau – und wir gehen bewusst und verantwortungsvoll mit diesem Erbe um.

Vor der Pulvermühle 1 + 10

Das Gebäude Vor der Pulvermühle 1 im Stadtteil Wolfgang ist ein besonderes Stück Hanauer Geschichte. Das denkmalgeschützte Bahnhaus von 1878 stammt aus der Zeit der Pulverfabrik und gehört zur früheren Arbeitersiedlung im Backsteinstil. Eine Kanone als Wetterfahne schmückt das Dach. Nach der Modernisierung wird das Haus seit September 2025 als Wohneinrichtung des BWMK genutzt. In direkter Nachbarschaft befindet sich das das ehemalige Direktorenhaus der Pulverfabrik: Vor der Pulvermühle 10. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1892 und hat bereits einige Nutzungsarten „erlebt“, nämlich als Schule oder Außenstelle des Arbeitsgerichts Hanau. Aktuell modernisieren wir das Gebäude.

Beethovenplatz

Die Gebäude Beethovenstraße 1–12 sind ein besonderes Stück Stadtgeschichte. Früher befand sich hier der Wendekreis der Hanauer Straßenbahn, der diesen Ort zu einem wichtigen Verkehrspunkt machte. Der 1926 errichtete, denkmalgeschützte Rundbau umschließt den Schwanenbrunnen von 1890 und bildet das „Tor nach Westen“, das den Übergang zwischen Innenstadt und westlichen Stadtbereichen markiert.
Die Hausnummern laufen von 1 bis 12 im Kreis und folgen der geschlossenen Bauform der Anlage, die als städtebauliches Ensemble bis heute erhalten ist. 2002 wurde die Anlage in ihrer Originalfarbgebung sorgfältig restauriert und an heutige Nutzungsanforderungen angepasst.

Philippsruher Allee 26

1875 wurde die pittoreske, verschachtelt gebaute Villa in malerischer Lage für August Limbert errichtet. Er gelangte in Amerika als Bankier zu Wohlstand zog zurück nach Hanau. Die Villa zählt heute zu den am besten erhaltenen und ausdrucksstärksten Belegen der kriegsbedingt fast vollständig untergegangenen Villenkultur in Hanau. Das Haus ist auch als „Wasserschlösschen“ bekannt und bietet mit nur fünf Wohnungen eine ruhige, persönliche Atmosphäre. Ein charmantes Detail: die selbst getöpferten Keramik-Hühner der Hanauer Künstlerin Uta Goebler, welche als Teil des Gartenensembles rund um den Teich platziert sind und bereits von der Straße aus sichtbar werden.

Hafen / Westerburgstraße

Das Quartier im Hanauer Mainhafen verbindet Geschichte und neues Leben. Zwischen 1924 und 1927 erbaut, bot es Wohnraum für viele Arbeiter, Angestellte und Beamte des Mainhafens. Heute noch markant: die beiden Monumentalfiguren, die Handel und Arbeit symbolisieren, aber im Volksmund „Käs´roller“ heißen. Im Krieg wurden die Wohnhäuser teilweise zerstört und in den 50er Jahren wieder aufgebaut. Zeitweise stand in späteren Jahren rund ein Drittel der Wohnungen leer – deshalb boten wir die Wohnungen zum Selbstausbau zu günstigen Mietpreisen an. Außerdem holten wir Kunst und Kultur ans Hafentor. Neun Ateliers gibt es inzwischen, dazu kommen ein Quartiersbüro und das Hafencafé.